Verpackungslexikon

Einheitsverpackung

Mit der sogenannten Einheitsverpackung, Neutrale Verpackung oder standardisierte Verpackung, auf Englisch Plain packaging, wird eine weitere Stufe der EindÀmmung des Tabakmarketings im Rahmen von Anti-Raucher-Gesetzen bezeichnet, die Standardisierung von Tabakproduktverpackungen.

Auf spezifische Markenelemente wie Logos oder SchriftzĂŒge wird dabei verzichtet; Schriftart, SchriftgrĂ¶ĂŸe und Packungsgrundlage werden vereinheitlicht.

Damit wĂŒrde die AttraktivitĂ€t der einzelnen Schachteln deutlich verringert, die Suggestivwirkung von Farbwahl und Design unterlaufen und mehr Raum geschaffen fĂŒr die Vermittlung von gesundheitsrelevantem Wissen. Es kann außerdem davon ausgegangen werden, dass Warnhinweise dann besser wahrgenommen wĂŒrden.[1]

Die Einheitsverpackung limitiert auch die Verwendung von Tabakverpackung als Werbemittel, wĂŒrde irrefĂŒhrende Etikettierung reduzieren und wĂ€re daher ein wichtiges Mittel zur Verringerung der Nachfrage.[2]

AnlĂ€sslich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai 2016 riefen die Weltgesundheitsorganisation und das Sekretariat der RahmenĂŒbereinkommen der WHO zur EindĂ€mmung des Tabakgebrauchs (WHO Framework Convention on Tobacco Control) die LĂ€nder dazu auf, sich auf die EinfĂŒhrung von Einheitsverpackung fĂŒr Tabakprodukte vorzubereiten.[3]

Die Sprecherin der EuropĂ€ischen Kommission erklĂ€rte, dass Einheitsverpackungen keine wirtschaftliche Belastung fĂŒr die europĂ€ische Wirtschaft darstellen, da mögliche Verluste der Tabakindustrie oder niedrigere Steuereinnahmen gegen die Kosten aufgerechnet werden können, welche die Behandlung von tabakbedingten Krankheiten verursacht.

Quelle: Wikipedia

 

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